12von12 | Allgemein | Alltag

12 von 12 im Oktober

von am 12. Oktober 2015

Es ist Herbst – es ist Oktober – es ist der 12. – Zeit für einen Einblick in einen für mich ganz normalen Montag…

1/12 Die kleine Königin war heute schon besonders früh wach, womit mir meine morgendlichen 30 Minuten Ruhe fehlen, aber sie kann sich zum Glück sehr schön allein beschäftigen… 

2/12 So kann ich das Essen für die Große machen  

3/12 Die kleineren und größeren Dramen, die sich hier morgendlich so abspielen hab ich mal nicht auf Foto fest gehalten. Beinahe hätte ich keine Lust mehr gehabt, aber die Sonne hat mich so nett angelächelt 😉 

4/12 aber es ist lausig kalt!  

5/12 dann einfach nur arbeiten …  
6/12 und montagstaugliche Musik hören 😉  

7/12 bis zum Feierabend 🙂  

8/12 Dann ab zum Kindergarten – Post im Fach. Die erste Geburtstagseinladung für die Kleine… 

9/12 dann mit den Mädels einkaufen  

10/12 tägliches Date mit meiner Freundin 😉  

11/12 ein Tee zwischendurch schadet nie… 

12/12 während der Papa die Kleine ins Bett bringt – sie ist beim vorlesen eingeschlafen, das ist eine Premiere und ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie heut im Kindergarten wieder keinen Mittagsschlaf gemacht hat – sorge ich für Gemütlichkeit. 

Wer mehr 12 von 12 sehen möchte, kann wie immer bei der lieben Caro vorbei schauen.

Liebe Grüße von der Couch! 

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Allgemein | Nähen | Selbstgemachtes

Aus alt mach neu :-)

von am 6. Oktober 2015

Nur weil ich nichts schreibe, heißt es ja nicht, dass ich nur faul herum sitze! Um das mal klar zu stellen 😉 Mit dem Häkeln hab ich echt lange Pause gemacht, das muss ich schon sagen. Im Sommer war es einfach zu warm, die Hände zu verschwitzt und überhaupt… Ich war einfach nicht in Häkel -und auch nicht in Blogstimmung – aber das ist ja nicht schlimm, denn immerhin hatten wir einen großartigen Sommer! Nun ist es schon richtig Herbst, also mag ich die Sommerpause auch beenden – die 2, 3 Leser meines Blogs haben mich hoffentlich nicht zu sehr vermisst hihihi 🙂

Zurück melde ich mich nu gar nicht mit etwas gehäkeltem. Sondern mit etwas genähtem…. Huiuiui, eines der Dinge die ich auf meiner ToDo-Liste für dieses Jahr stehen hatte – mich näher mit meiner Nähmaschine befassen. Da ich gern praktisch bin, habe ich mich unter anderem meinem kaputten Schreibtischsesselpolster *g* gewidmet. Das sah ganz furchtbar aus:  Da kam mir dieses Stückchen Stoff, welches ich im netten Stoffladen – die Nähtanten werden Frau Tulpe kennen – in der Nähe entdeckt habe gerade recht. 

Der Sessel ist von Ikea und ich fand das untere Teil mit dem Reißverschluss noch sehr gut und praktisch. Also habe ich die Ober – und die Unterseite voneinander getrennt, natürlich ganz ordentlich die Naht aufgemacht. Weil der Blümchenstoff aber so als Polsterstoff zu dünn ist, habe ich die Oberseite behalten und den neuen Stoff dort angenäht. Und zuguterletzt habe ich beide Teile dann wieder zusammen genäht. Ich bin extrem happy mit dem Ergebnis! 🙂  

 Er gefällt mir nun sogar besser als vorher 🙂

Ich hab in Sachen nähen echt Blut geleckt – denn das macht wirklich Spaß. Was mich zunächst etwas abgeschreckt hat, ist die Vorbereitung die es braucht bis man sich dann wirklich mal  an die Nähmaschine setzen kann, aber es lohnt sich – und es geht immer noch schneller als häkeln, womit ich natürlich trotzdem weiter mache 😉 Ich hab noch eins, zwei vorbereitete Sachen zum nähen hier, aber da fehlt mir noch etwas Zubehör. Aber es eilt ja alles nicht.

Zusätzlich habe ich noch zwei Projekte auf der Häkelnadel, wovon eines ein Weihnachtsgeschenk für die Schwiegermama werden soll. Da hab ich also etwas Zeitdruck, aber ich denke ich liege ganz gut in der Zeit. Dennoch werde ich mich jetzt wieder an die Nadel hängen und sage mal: „bis bald!“ 🙂

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Allgemein

Ich möchte etwas los werden…

von am 2. Oktober 2015

  
 … Lange nichts gebloggt, aber es gibt ein Thema, welches mich in den letzten Wochen sehr bewegt – so wie viele, viele andere Menschen auch. 

Es geht um die aktuelle Flüchtlingssituation. Ich bewege mich sehr viel auf Facebook und gerade dort lese ich in letzter Zeit so viele Beiträge, in denen abfällig über Flüchtlinge geschrieben wird. Es schockiert mich, welches Gedankengut in den Köpfen von so vielen Menschen steckt und das ist das, was MIR Angst macht. 

Es macht mir Angst, wenn Unterkünfte von Menschen die vor Krieg und Tod geflohen sind mit der Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und ihre Familien, angezündet werden.

Es macht mir Angst wenn Kinder von ausländischen Bürgern in der Berliner S-Bahn angepinkelt werden. 

Es macht mir Angst, wenn ich lese, dass Mitbürger vor Flüchtlingsunterkünften auf und ab wandern, nur um die Menschen dort zu beleidigen, anzuspucken und ihnen verdeutlichen wollen, dass sie weniger wert wären, als sie selbst.

Es macht mir Angst, wenn ich lese, mit welch komischen Argumenten andere Menschen, die Taten rechtfertigen und dafür Beifall erhalten.

Es macht mir Angst, dass es Menschen in diesem Land gibt, die applaudieren, wenn wieder ein Schlepperschiff untergegangen und zig Leute gestorben sind. Und es macht mich traurig und wütend.

Ich bin in Berlin Marzahn groß geworden. Damals hatten wir echte Nazis – Skinheads – als Nachbarn. Mein Zimmer und ihre Wohnung waren getrennt durch genau eine Wand. Ich habe gehört, was sie für Musik hören, wie sie sich anschreien und dass mit ziemlicher Regelmäßigkeit die Polizei die Wohnung gestürmt hat. Ich habe, als ich eines morgens zur Schule losgehen wollte – ich war etwa 12 -, mit angesehen wie einer meiner Nachbarn seine Freundin im Treppenhaus zusammen geschlagen hat (das einzige Mal in meinem Leben, dass ich mir vor Angst in die Hosen gepinkelt habe übrigens). Ich habe meinen Bruder gesehen, nachdem er von Nazis zusammen geschlagen wurde – ich habe die Abdrücke der Springerstiefel auf seiner Stirn gesehen. Ein bisschen stärker zugetreten und es hätte ihn sein Leben kosten oder aber ihn für immer zu einem Pflegefall machen können. Ich habe also durchaus schon mal Angst vor Menschen gehabt – aber niemals in meinem Leben vor Ausländern… Und ich lebe hier in Berlin sehr nah an der Grenze zum Wedding, ich habe also wirklich viel Kontakt mit „Ausländern“.

Ich möchte niemanden beschimpfen, das ist nicht meine Art. Ich möchte die Leute aber zum nachdenken anregen, zum weiterdenken… Und so lasse ich mich auch im www gerne mal auf die eine oder andere Diskussion ein, die dann meistens mit Beschimpfungen oder aber mit der Meinung, ich sei realitätsfern enden. 

Nein, das bin ich nicht. Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass die aktuelle keine leichte Situation für Deutschland ist. Es ist ein hartes Stück Arbeit, das wir da zu leisten haben. Aber es ist machbar, wenn wir nicht gegeneinander kämpfen, sondern miteinander. Es mag sein, dass man mit der Politik nicht einverstanden ist, aber was können diese Flüchtlinge dafür? Sie sind doch nur die Opfer. Was veranlasst jemanden dazu auf wildfremde Menschen zu schimpfen, die einem persönlich rein gar nix getan haben? Wie kann es sein, dass man glaubt, man kenne all diese Menschen, wenn man sich noch niemals mit einem Menschen unterhalten hat, der gerade vor dem Krieg geflohen ist. Wie kann man so scheinheilig sein, dass man glaubt, dass man in deren Situation nicht genau SO handeln würde – für sich und für seine Familie? Würde nicht jeder von uns den sichersten Ort wählen? Wie kann es sein, dass man alle über einen Kamm schert, wenn ein Flüchtling Negativschlagzeilen macht? Ich habe Schlimmes mit deutschen Menschen erlebt -soll ich jetzt Angst vor Deutschen haben? Sind die alle gleich?

Ein bisschen mehr Offenheit – das wünsche ich mir gerade sehr.

   
  
#bloggerfuerfluechtlinge #refugeeswelcome

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